ZIV- Seminar 2009 zum Thema "Kooperation und Zusammenarbeit für den ländlichen Raum“

  Die Geschäftsführerin des TLV e.V., Christine Schwarzbach, begrüßte die Teilnehmerinnen des Seminars, führte in das Thema „Kooperation und Zusammenarbeit für den ländlichen Raum“ ein. Sie wünschte allen einen interessanten Tag. Es waren 23 Frauen angereist, die sich zunächst vorstellten und ihre Erwartungen an das Seminar äußerten. Im ersten Vortrag stellte sie, als Vorsitzende des Fördervereins „Thüringer Färbedorf Neckeroda“ e.V., den Verein vor.  
       
Im Vortrag „Möglichkeiten der Zusammenarbeit im ländlichen Raum im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Einkommensalternativen“ ging Frau Stein auf die Entwicklung des Färbezentrums Neckeroda ein. Seit 2002 konnten 20 Frauen über AMB eine Arbeit beim Färbeverein finden. Dies war möglich durch ein umfangreiches Dienstleistungsangebot des Färbezentrums. Es werden z.B. Seminare und Tageskurse zu versch. Themen in Zusammenhang mit Wolle und Färben angeboten; es finden Führungen durch das Zentrum und den geschichtlich interessanten Ort statt, kreative Kindergeburtstage werden ausgerichtet.    
       
  Es wurde ein Schaugarten mit Färbepflanzen angelegt, der regelmäßig gepflegt werden muss. Den Schaugarten konnten wir im Anschluss besichtigen, Frau Stein erläuterte einige ausgewählte Färbepflanzen. Man pflegt Kontakt zu Färbern und Vertretern angrenzender Gewerke in Deutschland und darüber hinaus. Zu Messen und Märkten fährt man gemeinsam bzw. spricht sich ab. Eine Einkommensalternative ist auch die Selbstständigkeit, die von einigen Färbern im Neben- bzw. Haupterwerb praktiziert wird.  
       

Diese profitieren vom guten Bekanntheitsgrad des Färbezentrums und tragen ihrerseits auch dazu bei.

Vom Tourismus in das Färbedorf Neckeroda und von den Veranstaltungen im Färbezentrum profitiert auch die heimische Gaststätte und Pensionen aus der Umgebung. Hier gibt es wiederum eine enge Zusammenarbeit mit der AG „Ferien auf dem Lande“ in Thüringen.

 
 
   
       
  Die Frauen besichtigten den Hofladen und konnten auch kaufen. Es war alles sehr interessant.  
       
     
       
  Nach der Mittagspause hörten wir in der Agrargenossenschaft Remda/Teichel vom Vorsitzenden Herrn Blöttner einen interessanten Vortrag zum Thema: „Landwirtschaft und Landfrauen – Bedeutung der Zusammenarbeit vieler Partner in der ländlichen Gegend“. Ein prägnantes Beispiel ist das Anfertigen der Erntekrone: Der Schmied aus der Nachbargemeinde sponsert das Gestell, die Agrargenossenschaft stellt das Getreide zur Verfügung und die Landfrauen binden die Erntekrone und stellen sie im Ortskern auf  
       
Wir besichtigten den Betriebsteil der Agrargenossenschaft in Neckeroda.    
       
   
       

  Wir besichtigten den Färbegarten in Neckeroda. Dies ist ein Schaugarten mit Färberpflanzen. Frau Stein erläuterte die Pflanzen.

Im abschließenden Vortrag, ging Hannelore Stein auf das Zusammenwirken von Mensch, Natur und Umwelt und deren Nutzung für die Entwicklung des ländlichen Raumes ein.
Das Zusammenwirken spiegelt sich am deutlichsten beim alljährlichen Färber- und Handwerkerfest in Neckeroda wieder.
Im Mittelpunkt des Festes steht die Tradition des Färbens mit Naturmaterialien.
 
 
Färberinnen und Färber aus ganz Deutschland und teilweise aus Europa pilgern nach Neckeroda, um ihre handwerklichen Fähigkeiten und Künste zu zeigen. Darüber hinaus präsentieren sich eine Vielzahl anderer Handwerker wie z.B. Töpfer, Seiler, Spinnstuben, Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte, um nur einige zu nennen. Bei all den Aktivitäten können die Gäste an diesem Tag den Färbern und Handwerkern über die Schulter schauen. Die liebevoll restaurierten Höfe öffnen sich für die Besucher und bieten ein vielfältiges Angebot für Groß und Klein.
Dieses traditionelle Fest hat sich zu einem der schönsten thematischen Feste in Thüringen entwickelt.

Mehr zum Netzwerk, Färber- und Handwerkerfest sowie den ort Neckeroda finden sie hier:
www.faerbedorf-neckeroda.de
 

 
       

Zum Abschluss gab es eine Auswertung des Seminars. Die Frauen stellten fest, das es ein gelungenes
ZIV- Seminar war und sie werden in ihren Ortsvereinen und darüber hinaus davon berichten.